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Steinberg Cubase 4 Operation Manual German Version

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    of 703
    							301
    Der Pool
    Fehlende Dateien
    Wenn Sie ein Projekt öffnen, wird eventuell der Dialog 
    »Nicht gefundene Dateien« angezeigt, der Sie warnt, dass 
    eine oder mehrere Dateien nicht gefunden wurden. Wenn 
    Sie auf »Schließen« klicken, wird das Projekt trotzdem ge-
    öffnet, allerdings ohne die fehlenden Dateien. Im Pool kön-
    nen Sie überprüfen, welche der Dateien als fehlend 
    angesehen werden. Dies wird durch ein Fragezeichen in 
    der Status-Spalte angezeigt.
    Eine Datei wird als fehlend angesehen, wenn eine der fol-
    genden Bedingungen zutrifft:
    Die Datei wurde außerhalb des Programms in einen an-
    deren Ordner verschoben oder umbenannt, seit Sie zu-
    letzt mit dem Projekt gearbeitet haben, und Sie haben die 
    Warnmeldung beim Öffnen des Projekts ignoriert.
    Die Datei wurde während der aktuellen Sitzung außer-
    halb des Programms in einen anderen Ordner verschoben 
    oder umbenannt.
    Der Ordner, in dem sich die nicht gefundene Datei be-
    findet, wurde verschoben oder umbenannt.
    Suchen fehlender Dateien
    1.Wählen Sie im Medien-Menü »Nicht gefundene Datei-
    en suchen…«.
    Der Dialog »Nicht gefundene Dateien suchen« wird geöffnet. 
    2.Klicken Sie auf »Suchen«, wenn das Programm die 
    Datei suchen soll. Wenn Sie selbst danach suchen möch-
    ten, klicken Sie auf »Zeigen«. Wenn Sie angeben möch-
    ten, in welchem Verzeichnis die Datei gesucht werden 
    soll, klicken Sie auf »Ordner«.
    Wenn Sie auf »Zeigen« klicken, wird ein Dialog ange-
    zeigt, in dem Sie die Datei manuell suchen können.
    Wenn Sie die gewünschte Datei gefunden haben, klicken Sie auf 
    »Öffnen«.
    Wenn Sie auf »Ordner« klicken, wird ein Dialog ange-
    zeigt, in dem Sie das Verzeichnis angeben können, in dem 
    sich die nicht gefundene Datei befindet.
    Diese Methode eignet sich, wenn Sie den Ordner, in dem sich die feh-
    lende Datei befindet, umbenannt oder verschoben haben, die Datei je-
    doch noch denselben Namen trägt. Wenn Sie den richtigen Ordner 
    ausgewählt haben, findet Cubase automatisch die Datei und der Dialog 
    wird geschlossen.
    Wenn Sie auf »Suchen« klicken, öffnet sich ein Dialog, 
    in dem Sie angeben können, welche Verzeichnisse und 
    Festplatten durchsucht werden sollen. 
    Klicken Sie auf den Schalter »Suche in Ordner«, wählen Sie ein Ver-
    zeichnis oder eine Festplatte aus und klicken Sie auf den Start-Schalter. 
    Wenn die Datei gefunden wurde, wählen Sie sie in der Liste aus und kli-
    cken Sie auf »Annehmen«. Im Anschluss daran sucht Cubase automa-
    tisch alle anderen nicht auffindbaren Dateien.
    Rekonstruieren fehlender Edit-Dateien
    Wenn eine fehlende Datei nicht gefunden werden kann 
    (d. h., wenn Sie sie versehentlich von der Festplatte ge-
    löscht haben) wird dies normalerweise durch ein Fragezei-
    chen in der Status-Spalte des Pools angezeigt. Wenn es 
    sich bei der nicht auffindbaren Datei um eine Edit-Datei 
    handelt (eine Datei, die bei der Bearbeitung von Audioma-
    terial erzeugt und im Edits-Ordner innerhalb des Projekt-
    ordners gespeichert wurde), kann Cubase sie durch 
    erneutes Anwenden der Bearbeitung auf die ursprüngliche 
    Audiodatei eventuell rekonstruieren:
    1.Suchen Sie den/die Clip(s) im Pool, deren Dateien 
    fehlen.
    2.Überprüfen Sie die Status-Spalte. Wenn dort »rekon-
    struierbar« steht, kann die Datei von Cubase rekonstruiert 
    werden.
    3.Wählen Sie die rekonstruierbaren Clips aus und wäh-
    len Sie im Medien-Menü den Rekonstruieren-Befehl.
    Die Bearbeitung wird durchgeführt und die bearbeiteten Dateien werden 
    rekonstruiert.
    Entfernen von nicht auffindbaren Dateien aus dem Pool
    Wenn der Pool Audiodateien enthält, die nicht gefunden 
    oder rekonstruiert werden können, sollten Sie diese lö-
    schen. Wählen Sie im Medien-Menü den Befehl »Nicht 
    gefundene Dateien entfernen«. Damit werden alle nicht 
    gefundenen Dateien aus dem Pool sowie die entspre-
    chenden Events aus dem Projekt-Fenster entfernt. 
    						
    							302
    Der Pool
    Anhören von Clips im Pool
    Es gibt folgende Möglichkeiten, Clips im Pool anzuhören:
    Verwenden Sie einen Tastaturbefehl.
    Wenn Sie im Programmeinstellungen-Dialog auf der Transport-Seite die 
    Option »Lokale Wiedergabe mit [Leertaste] starten/stoppen« einschalten, 
    können Sie die Wiedergabe mit der [Leertaste] starten. Dies entspricht 
    dem Klicken auf den Wiedergabe-Schalter in der Werkzeugzeile.
    Wählen Sie einen Clip aus und klicken Sie auf den Wie-
    dergabe-Schalter.
    Der gesamte Clip wird wiedergegeben, bis Sie erneut auf den Wieder-
    gabe-Schalter klicken und so die Wiedergabe stoppen.
    Der Wiedergabe-Schalter
    Klicken Sie auf eine beliebige Stelle in der Wellenform-
    darstellung eines Clips.
    Der Clip wird von der Position in der Wellenform wiedergegeben, auf die 
    Sie geklickt haben. Dabei läuft die Wiedergabe bis zum Ende des Clips 
    weiter, es sei denn Sie klicken auf den Wiedergabe-Schalter oder an 
    eine andere Stelle im Pool-Fenster, um die Wiedergabe zu stoppen.
    Wenn Sie in die Wellenformdarstellung klicken, wird der Clip wiederge-
    geben.
    Dabei wird das Audiosignal direkt an den Control Room 
    geleitet (nur Cubase). Wenn der Control Room ausge-
    schaltet ist, wird das Audiosignal direkt an den Main Mix 
    (Standard-Ausgabebus) geleitet, unter Umgehung vor-
    handener Audiokanal-Einstellungen, Effekte und EQs. In 
    Cubase Studio wird zum Anhören immer der Main Mix ver-
    wendet.
    Sie können die Wiedergabelautstärke mit dem kleinen Pegelregler in der 
    Werkzeugzeile einstellen. Die normale Wiedergabelautstärke ist davon 
    nicht betroffen.
    Wenn Sie vor der Wiedergabe des Clips den Loop-
    Schalter eingeschaltet haben, geschieht Folgendes:
    Der Loop-Schalter
    Wenn Sie zum Anhören eines Clips auf den Wieder-
    gabe-Schalter klicken, läuft die Wiedergabe des Clips so 
    lange weiter, bis Sie die Wiedergabe stoppen, indem Sie 
    erneut auf den Wiedergabe- oder den Loop-Schalter 
    klicken.
    Wenn Sie zum Anhören eines Clips in die Wellenform-
    darstellung klicken, wird der Clip ab der Position, auf die 
    Sie geklickt haben, bis zum Ende so lange wiedergege-
    ben, bis Sie die Wiedergabe stoppen.
    Öffnen von Clips im Sample-Editor
    Mit dem Sample-Editor können Sie einen Clip im Detail 
    bearbeiten. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel 
    »Der Sample-Editor« auf Seite 254. Sie können Clips di-
    rekt über den Pool im Sample-Editor öffnen. 
    Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung:
    Wenn Sie in der Medien-Spalte auf das Wellenform-
    Symbol eines Clips oder den Clip-Namen doppelklicken, 
    wird der Clip im Sample-Editor geöffnet.
    Wenn Sie auf eine Region im Pool doppelklicken, wird 
    der dazugehörige Clip im Sample-Editor geöffnet und die 
    entsprechende Region automatisch ausgewählt.
    Dies ist nützlich, wenn Sie z. B. den Rasterpunkt für ei-
    nen Clip festlegen möchten (siehe »Einstellen des Ras-
    terpunkts« auf Seite 262). Wenn Sie den Clip später 
    vom Pool in das Projekt einfügen, rastet er entsprechend 
    dem Rasterpunkt ein. 
    						
    							303
    Der Pool
    Medium importieren…
    Mit dem Dialog »Medium importieren« können Sie Dateien 
    direkt in den Pool importieren. Der Dialog kann über das 
    Medien-Menü, das Kontextmenü oder durch Klicken auf 
    den Importieren-Schalter geöffnet werden.
    Der Dialog »Medium importieren« ist ein Standard-Datei-
    auswahldialog, über den Sie z. B. andere Ordner öffnen 
    oder Dateien anhören können. Die folgenden Audiodatei-
    formate können importiert werden:
     Wave (Normal oder Broadcast, siehe »Broadcast-Wave-Da-
    teien« auf Seite 452)
     AIFF und AIFC (»Compressed AIFF«)
     REX oder REX 2 (siehe »Importieren von ReCycle-Dateien« 
    auf Seite 494)
     Dolby Digital AC3 (.ac3 – vorausgesetzt Sie haben den Stein-
    berg Dolby Digital Encoder auf Ihrem System installiert) – nur 
    Cubase
     DTS (.dts – vorausgesetzt Sie haben den Steinberg DTS En-
    coder auf Ihrem System installiert) – nur Cubase
     SD2 (Sound Designer II)
     MPEG Layer 2 und Layer 3 (.mp2 und .mp3, siehe »Importie-
    ren von komprimierten Audiodateien« auf Seite 495)
     Ogg Vorbis (.ogg, siehe »Importieren von komprimierten Audio-
    dateien« auf Seite 495) Windows Media Audio (nur Windows, siehe »Importieren von 
    komprimierten Audiodateien« auf Seite 495)
     Wave64 (.w64, nur Cubase)
    Diese Formate können die folgenden Eigenschaften haben:
    
     Eine beliebige Samplerate (Dateien mit einer anderen Samp-
    lerate als der im Projekt verwendeten können jedoch nicht mit 
    der richtigen Geschwindigkeit und Tonhöhe wiedergegeben 
    werden, siehe unten.)
     8-, 16-, 24- oder 32-Bit-Float-Auflösung
    Die folgenden Video-Formate können ebenfalls in den 
    Pool importiert werden:
     AVI (Audio Video Interleaved)
     MOV und QT (QuickTime)
     WVM (Windows Media Video, nur Windows)
     DV (nur Mac OS X) 
     MPEG1/2-Videodateien
    ÖSie können auch im Datei-Menü die entsprechenden 
    Befehle aus dem Importieren-Untermenü verwenden, um 
    Audio- oder Videodateien in den Pool zu importieren.
    Wenn Sie eine Datei im Dialog »Medium importieren« aus-
    wählen und auf »Öffnen« klicken, wird der Dialog »Optio-
    nen beim Importieren« geöffnet.
    Wenn Sie auf den Importieren-
    Schalter klicken…
    …wird der Dialog »Medium importieren« geöffnet.
    !Damit Videodateien richtig wiedergegeben werden 
    können, müssen die entsprechenden Codecs instal-
    liert sein. 
    						
    							304
    Der Pool
    Der Dialog enthält folgende Optionen:
    Datei in den Projektordner kopieren
    Schalten Sie diese Option ein, wenn eine Kopie der Datei dem aktuellen 
    Audio-Ordner des Projekts hinzugefügt werden und der Clip auf diese Ko-
    pie verweisen soll. Wenn diese Option ausgeschaltet ist, verweist der Clip 
    auf die Originaldatei im Original-Ordner (dies wird auch in der Status-
    Spalte angezeigt, siehe »Die Symbole der Status-Spalte« auf Seite 296).
    Entsprechend Projekteinstellungen konvertieren
    Hier können Sie wählen, ob die Samplerate (sofern diese von den Pro-
    jekteinstellungen abweicht) oder die Sample-Bitbreite, d. h. die Auflö-
    sung (sofern der Wert geringer ist als das Aufnahmeformat in den 
    Projekteinstellungen), konvertiert werden soll.
    Diese Optionen sind nur verfügbar, wenn nötig. Wenn Sie mehrere Au-
    diodateien auf einmal importieren, wird im Dialog »Optionen beim Impor-
    tieren« stattdessen die Option »Wenn nötig, konvertieren und kopieren« 
    angezeigt. Wenn diese Option eingeschaltet ist, werden die importierten 
    Dateien umgewandelt, wenn die Samplerate von der im Projekt verwen-
    deten abweicht und die Sample-Bitbreite kleiner als die im Projekt ver-
    wendete ist.
    Kanäle aufteilen/Mehrkanal-Dateien aufteilen
    Wenn diese Option eingeschaltet ist, werden Stereo- und Multikanalda-
    teien in eine entsprechende Zahl von Monodateien umgewandelt – eine 
    Datei für jeden Kanal – und diese neuen Kanäle in den Pool importiert. 
    Wenn Sie diese Option einschalten, werden die importierten Dateien im-
    mer in den Audio-Ordner des Projekts kopiert, wie oben beschrieben.
    Dialog nicht mehr anzeigen. Einstellungen gelten immer.
    Wenn diese Option eingeschaltet ist, können Sie Dateien immer entspre-
    chend Ihren Einstellungen importieren, ohne dass der Dialog angezeigt 
    wird. Diese Einstellung können Sie im Programmeinstellungen-Dialog auf 
    der Bearbeitungsoptionen-Seite unter Audio zurücksetzen.
    ÖSie können Dateien auch noch zu einem späteren Zeit-
    punkt mit dem Befehl »Dateien konvertieren…« (siehe 
    »Konvertieren von Dateien« auf Seite 307) oder »Dateien 
    an Projekteinstellungen anpassen…« (siehe »Anpassen 
    von Dateiattributen an Projekteinstellungen« auf Seite 
    307) umwandeln.
    Importieren von Audio-CD-Titeln
    Mit dem Befehl »Audio-CD importieren…« aus dem Me-
    dien-Menü können Sie Titel (oder Teile von Titeln) einer Au-
    dio-CD importieren. Wenn Sie diesen Befehl wählen, wird 
    ein Dialog geöffnet, in dem Sie festlegen können, welche 
    Titel der CD gelesen, in Audiodateien konvertiert und zum 
    Pool hinzugefügt werden sollen.
    Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel »Impor-
    tieren von Audio-CD-Titeln« auf Seite 492.
    Exportieren von Regionen als Audiodateien
    Wenn Sie Regionen innerhalb eines Audio-Clips festge-
    legt haben (siehe »Arbeiten mit Regionen« auf Seite 265), 
    können diese als separate Audiodateien exportiert werden. 
    Wenn Sie eine neue Audiodatei aus einer Region erstellen 
    möchten, gehen Sie folgendermaßen vor:
    1.Wählen Sie im Pool die Region aus, die Sie exportieren 
    möchten.
    2.Wählen Sie im Audio-Menü den Befehl »Auswahl als 
    Datei«.
    Ein Dateiauswahl-Dialog wird geöffnet.
    3.Wählen Sie den Ordner aus, in dem die neue Audio-
    datei gespeichert werden soll.
    Eine neue Audiodatei mit dem Namen der Region wird im ausgewählten 
    Ordner erstellt und zum Pool hinzugefügt.
    ÖWenn Sie zwei Clips haben, die auf dieselbe Audioda-
    tei verweisen (verschiedene »Versionen« von Clips, die 
    z. B. mit der Option »In eigenständige Kopie umwandeln« 
    erzeugt wurden), können Sie mit »Auswahl als Datei« eine 
    neue Datei für den kopierten Clip erzeugen.
    Wählen Sie den Clip aus, wählen Sie dann »Auswahl als Datei« und ge-
    ben Sie einen Pfad und einen Namen für die neue Datei ein.
    Ändern des Pool-Aufnahmeordners
    Der Pool-Aufnahmeordner
    Alle Audio-Clips, die Sie während eines Projekts aufneh-
    men, werden im Pool-Aufnahmeordner gespeichert. Der 
    Pool-Aufnahmeordner wird durch das Wort »Aufnahme« 
    in der Status-Spalte sowie durch einen roten Punkt auf 
    dem Ordner selbst gekennzeichnet (siehe Abbildung 
    oben). Standardmäßig ist der übergeordnete Audio-Ord-
    ner der Pool-Aufnahmeordner. Sie können jedoch jeder-
    zeit einen neuen Audio-Unterordner erstellen und diesen 
    als Pool-Aufnahmeordner festlegen. 
    						
    							305
    Der Pool
    1.Wählen Sie den Audio-Ordner oder einen beliebigen 
    Audio-Clip aus.
    Der Video-Ordner (oder einer seiner Unterordner) kann nicht als Pool-
    Aufnahmeordner ausgewählt werden.
    2.Wählen Sie im Medien-Menü den Befehl »Neuer Ord-
    ner«.
    Ein neuer leerer Audio-Unterordner wird im Pool angezeigt.
    3.Wählen Sie den neuen Ordner aus.
    4.Wählen Sie im Medien-Menü den Befehl »Aufnahme-
    ordner im Pool setzen« oder klicken Sie in die Status-
    Spalte des neuen Ordners.
    Der neue Ordner wird zum Pool-Aufnahmeordner. Das im Projekt aufge-
    nommene Audiomaterial wird von nun an in diesem Ordner gespeichert.
    Verwalten von Clips und Ordnern
    Wenn im Pool eine sehr große Anzahl von Clips vorhanden 
    ist, kann es in einigen Fällen mühsam sein, bestimmte Clips 
    schnell aufzufinden. In solchen Fällen sollten Sie die Clips 
    in neuen Unterordnern mit passenden Namen, die auf den 
    Inhalt hinweisen, verwalten. So können Sie z. B. alle Soun-
    deffekte in einem Ordner speichern, alle Gesangsstimmen 
    in einem anderen usw. Gehen Sie folgendermaßen vor:
    1.Wählen Sie die Art des Ordners, Audio oder Video, in 
    dem Sie einen Unterordner erstellen möchten.
    Sie können Audio-Clips nicht in einem Video-Ordner speichern und um-
    gekehrt.
    2.Wählen Sie im Medien-Menü den Befehl »Neuer Ord-
    ner«.
    Ein neuer leerer Unterordner mit dem Namen »Neuer Ordner« wird im 
    Pool angezeigt.
    3.Klicken Sie auf den Namen und geben Sie den ge-
    wünschten Namen für den Ordner ein.
    4.Wählen Sie die gewünschten Clips aus und ziehen 
    Sie sie in den neuen Ordner.
    5.Wiederholen Sie gegebenenfalls die Schritte 1 bis 4.
    Anwenden von Bearbeitungsfunktionen auf 
    Clips im Pool
    Die Vorgehensweise beim Anwenden von Bearbeitungs-
    funktionen auf Clips im Pool ist dieselbe wie bei Events im 
    Projekt-Fenster. Wählen Sie einfach den/die Clip(s) aus 
    und wählen Sie dann eine Bearbeitungsfunktion aus dem 
    Audio-Menü. Weitere Informationen über das Bearbeiten 
    von Audiomaterial finden Sie unter »Bearbeiten von Audio-
    material« auf Seite 237.
    Rückgängigmachen von Bearbeitungen
    Wenn Sie Bearbeitungsfunktionen auf einen Clip ange-
    wendet haben (im Projekt-Fenster, im Sample-Editor oder 
    im Pool), wird dies über ein rot-graues Wellenformsymbol 
    in der Status-Spalte angezeigt. Die Bearbeitung kann im 
    Prozessliste-Dialog (siehe »Der Prozessliste-Dialog« auf 
    Seite 248) jederzeit rückgängig gemacht werden. 
    Festsetzen von Audioprozessen
    Sie können auch den Befehl »Audioprozesse festsetzen« 
    zum Erstellen einer neuen Datei verwenden, auf die die 
    Bearbeitung angewandt wurde, oder die ursprüngliche 
    Datei durch eine bearbeitete Fassung ersetzen. Weitere 
    Informationen finden Sie unter »Audioprozesse festsetzen« 
    auf Seite 249.
    Minimieren von Dateien
    Mit dem Befehl »Datei minimieren« aus dem Medien-Menü 
    können Sie die Größe von Audiodateien entsprechend den 
    Audio-Clips, auf die im Projekt verwiesen wird, vermindern. 
    Die auf diese Weise erzeugten Dateien enthalten nur die 
    Bereiche der Audiodatei, die im Projekt verwendet werden, 
    wodurch die Größe erheblich reduziert werden kann (wenn 
    große Teile der Audiodateien nicht verwendet werden). 
    Diese Option eignet sich zum Archivieren eines abge-
    schlossenen Projekts.
    ÖMit dieser Funktion werden die ausgewählten Audio-
    dateien im Pool permanent verändert. Dieser Vorgang 
    kann nicht rückgängig gemacht werden.
    Wenn dies nicht das ist, was Sie möchten, verwenden Sie stattdessen 
    im Datei-Menü den Befehl »Projekt in neuem Ordner speichern…«. Auf 
    diese Weise können Sie die Größe der Dateien auch minimieren, wobei 
    jedoch die Dateien in einem neuen Ordner gespeichert werden und das 
    ursprüngliche Projekt nicht verändert wird (siehe »Projekt in neuem Ord-
    ner speichern« auf Seite 490). 
    						
    							306
    Der Pool
    Gehen Sie folgendermaßen vor:
    1.Wählen Sie im Pool die Datei(en) aus, die Sie minimie-
    ren möchten.
    2.Wählen Sie im Medien-Menü den Befehl »Datei mini-
    mieren«.
    Eine Warnmeldung wird angezeigt, in der Sie informiert werden, dass 
    der gesamte Inhalt der Liste der Bearbeitungsschritte gelöscht wird. An 
    diesem Punkt haben Sie die Möglichkeit, den Vorgang abzubrechen 
    oder mit »Minimieren« fortzufahren.
    3.Wenn die Minimierung beendet ist, wird eine weitere 
    Warnmeldung angezeigt, die Sie informiert, dass das Pro-
    jekt gespeichert werden muss, damit die neuen Dateiver-
    weise hergestellt werden können.
    Wählen Sie »Jetzt speichern«, um die Änderungen zu speichern, oder kli-
    cken Sie auf »Später«, wenn Sie das ungespeicherte Projekt weiter bear-
    beiten möchten.
    Audiodatei(en) im Aufnahmeordner des Pools werden so 
    freigestellt, dass sie nur noch das Audiomaterial enthalten, 
    das im Projekt verwendet wird.
    Vorbereiten der Archivierung…
    Wählen Sie im Medien-Menü den Befehl »Archivierung 
    vorbereiten…«, um ein Projekt zu archivieren. Dieser Be-
    fehl überprüft, ob sich jeder Clip, auf den im Projekt ver-
    wiesen wird, im selben Ordner befindet. Andernfalls 
    geschieht Folgendes:
    Alle verwendeten Dateien, die sich nicht im Projektord-
    ner befinden, werden in den Projektordner kopiert.
    Beachten Sie, dass Audiodateien, die im Projektordner gespeichert sind, 
    nicht in den Audio-Ordner kopiert werden. Sie müssen sie also manuell 
    vor der Archivierung dorthin kopieren oder während der Sicherung ge-
    trennt speichern, siehe unten.
    Wenn eine Datei bearbeitet wurde, werden Sie gefragt, 
    ob Sie die Bearbeitung festsetzen möchten.
    Wenn Sie dies tun, müssen Sie den Edits-Ordner nicht archivieren. Al-
    les, was zum Projekt gehört, ist in der Projektdatei und im Audio-Ordner 
    enthalten.
    Sobald Sie »Archivierung vorbereiten« durchgeführt ha-
    ben, können Sie die Projektdatei und den Audio-Ordner 
    auf einem geeigneten Speichermedium speichern.Der Images- und der Fades-Ordner müssen nicht archiviert 
    werden, da diese von Cubase wiederhergestellt werden 
    können. Im Projektordner befindet sich auch eine Datei mit 
    der Dateinamenerweiterung ».csh«. Diese Datei enthält In-
    formationen für bearbeitete Clips sowie andere Informatio-
    nen, die wiederhergestellt werden können. Sie können sie 
    einfach löschen.
    Importieren und Exportieren von Pool-Dateien 
    (nur Cubase)
    Sie können den Pool als separate Datei importieren und 
    exportieren. Verwenden Sie dazu die Befehle »Pool impor-
    tieren« und »Pool exportieren« (Dateinamenerweiterung 
    ».npl«) aus dem Medien-Menü. 
    Wenn Sie eine Pool-Datei mit dem Befehl »Pool importie-
    ren« importieren, werden die gespeicherten Dateireferen-
    zen dem aktuellen Pool hinzugefügt.
    ÖDa die Audio- und Videodateien in der Pool-Datei nur 
    referenziert, aber nicht gespeichert sind, ist der Pool-Import 
    nur sinnvoll, wenn Sie Zugriff auf die referenzierten Dateien 
    haben (die dieselben Dateipfade haben sollten wie zu dem 
    Zeitpunkt, an dem der Pool gespeichert wurde).
    ÖSie können auch so genannte Bibliotheken speichern 
    und öffnen. Dabei handelt es sich um Pool-Dateien, die 
    nicht mit einem Projekt assoziiert sind.
    Siehe »Arbeiten mit Bibliotheken (nur Cubase)« auf Seite 492.
    !Auf Video-Clips wird immer verwiesen. Sie werden 
    nicht im Projektordner gespeichert. 
    						
    							307
    Der Pool
    Konvertieren von Dateien
    Wenn Sie im Medien-Menü den Befehl »Dateien konvertie-
    ren…« wählen, wird der Konvertierungsoptionen-Dialog an-
    gezeigt. Hier können Sie festlegen, wie eine ausgewählte 
    Datei umgewandelt werden soll. Mit den Einblendmenüs 
    können Sie festlegen, welche Audiodatei-Eigenschaften 
    Sie beibehalten und welche Sie umwandeln möchten. Fol-
    gende Optionen sind verfügbar:
    Samplerate
    Sie können die Samplerate beibehalten oder eine Frequenz zwischen 8 
    und 96 kHz wählen.
    Sample-Bitbreite
    Sie können die Sample-Bitbreite beibehalten oder eine Auflösung von 
    16 Bit, 24 Bit oder 32-Bit-Float wählen.
    Kanäle
    Sie können die Einstellung beibehalten oder Mono bzw. Stereo Interlea-
    ved wählen.
    Dateiformat
    Sie können das Dateiformat beibehalten oder die Formate Wave, AIFF, 
    Wave 64 oder Broadcast Wave wählen.
    Optionen
    Wenn Sie eine Datei umwandeln, können Sie im Optio-
    nen-Einblendmenü eine der folgenden Optionen für die 
    neue Datei festlegen:
    Anpassen von Dateiattributen an Projekt-
    einstellungen
    Mit dem Befehl »Dateien an Projekteinstellungen anpas-
    sen…« aus dem Medien-Menü können Sie die Dateiattri-
    bute aller ausgewählten Dateien an die Projekteinstellun-
    gen anpassen. Gehen Sie folgendermaßen vor:
    1.Wählen Sie alle Clips im Pool aus.
    2.Wählen Sie im Medien-Menü den Befehl »Dateien an 
    Projekteinstellungen anpassen…«.
    Ein Dialog wird angezeigt, in dem Sie auswählen können, ob Sie die ur-
    sprünglichen, nicht umgewandelten Dateien, die sich im Pool befinden, 
    beibehalten oder ersetzen möchten. Es gilt Folgendes:
     Clip- bzw. Event-Verweise im Pool werden immer auf die an-
    gepassten Dateien umgeleitet.
     Wenn Sie »Beibehalten« auswählen, bleiben die ursprüngli-
    chen Dateien im Audio-Ordner des Projekts und neue Dateien 
    werden erstellt.
     Wenn Sie »Ersetzen« auswählen, werden die Dateien im Pool 
    und im Audio-Ordner des Projekts ersetzt.
    Extrahieren von Audiomaterial aus Videodatei
    Mit dem Befehl »Audio aus Videodatei extrahieren« aus 
    dem Medien-Menü können Sie die Audiodaten einer Video-
    datei auf Ihrer Festplatte extrahieren. Dabei wird automa-
    tisch ein neuer Audio-Clip erzeugt, der im Pool-Aufnahme-
    ordner aufgeführt wird. Dieser neue Clip hat die folgenden 
    Eigenschaften:
    Dateiformat, Samplerate und Sample-Bitbreite entspre-
    chen den Einstellungen des aktuellen Projekts.
    Der Clip hat denselben Namen wie die Videodatei.
    ÖDiese Funktion ist für mpeg-Videodateien nicht 
    verfügbar.
    Option Beschreibung
    Neue 
    DateienWenn Sie diese Option auswählen, wird eine Kopie der 
    Datei im Audio-Ordner erstellt und entsprechend den 
    vorgenommenen Einstellungen umgewandelt. Die neue 
    Datei wird dem Pool hinzugefügt, die Clip-Verweise be-
    ziehen sich weiterhin auf die ursprüngliche, nicht umge-
    wandelte Datei.
    Dateien 
    ersetzenMit dieser Option wird die ursprüngliche Datei umgewan-
    delt, ohne die Clip-Verweise zu ändern. Beim nächsten 
    Speichern werden auch die Verweise neu gespeichert.
    Neue Dateien 
    und 
    Referenzen 
    umsetzenWenn Sie diese Option auswählen, wird eine neue Kopie 
    mit den ausgewählten Eigenschaften erstellt. Diese er-
    setzt die ursprüngliche Datei im Pool. Darüber hinaus 
    werden die Clip-Verweise auf die ursprüngliche Datei 
    durch Verweise auf die neue Datei ersetzt. Wählen Sie 
    diese Option, wenn Ihr Audio-Clip auf die umgewandelte 
    Datei verweisen, die ursprüngliche Datei jedoch weiter-
    hin auf der Festplatte gespeichert bleiben soll (z. B. wenn 
    die Datei in anderen Projekten verwendet wird)
    .
    Option Beschreibung 
    						
    							309
    SoundFrame
    Einleitung
    Eine der größten Herausforderungen in einem typischen 
    Studio ist es, die rapide anwachsende Zahl an PlugIns, In-
    strumenten, Presets usw. sinnvoll zu verwalten. Cubase 
    liefert Ihnen eine universelle und vollständig integrierte 
    Lösung: SoundFrame.
    Was beinhaltet SoundFrame?
    Das SoundFrame-Konzept in Cubase verbindet Media-
    Bay, Instrumentenspuren sowie Spur- und VST3-Presets.
    Die MediaBay ist ein umfassendes System zum Verwal-
    ten von Mediendateien, das unterschiedliche Fenster-
    Konfigurationen ermöglicht. Hier können Sie Medienda-
    teien schnell und einfach finden und mit Tags versehen, in 
    das Projekt importieren und vieles mehr (siehe das Kapitel 
    »Die MediaBay« auf Seite 311).
    Instrumentenspuren sind eine Sound-orientierte Kombi-
    nation aus einer MIDI-Spur und einem VST-Instrument, 
    mit denen Sie Spuren schnell und einfach einem Sound 
    zuordnen können (siehe das Kapitel »VST-Instrumente 
    und Instrumentenspuren« auf Seite 199).Bei Spur-Presets (auch »Track Presets« genannt, siehe 
    oben) handelt es sich um eine Kombination aus Spurein-
    stellungen, Effekten und Mixer-Parametern, die Sie auf neu 
    hinzugefügte Spuren (verschiedener Spurarten) anwenden 
    können. So haben Sie die Möglichkeit, von Beginn an eine 
    Spur für einen bestimmten Sound einzurichten (siehe 
    »Spur-Presets« auf Seite 325). 
    Mit der Einführung des PlugIn-Standards VST3 bieten 
    VST-Presets eine weitere Möglichkeit, einer Instrumenten-
    spur neue Sounds oder einer Audiospur neue Effektein-
    stellungen zuzuordnen (siehe »Inserts und EQ-Einstellun-
    gen aus Spur-Presets« auf Seite 336). PlugIn-Parameter 
    können als VST-Presets gespeichert werden und Sie kön-
    nen sogar VST-Presets (d. h. Sounds) aus VST2-Instru-
    menten generieren.
    An allen Stellen, an denen das SoundFrame-Konzept im 
    Programm zur Anwendung kommt, finden Sie das Sound-
    Frame-Logo.
    Das SoundFrame-Logo
    Das SoundFrame-Konzept in Cubase 
    						
    							310
    SoundFrame
    Das SoundFrame-Logo befindet sich im Programm z. B:
    im Inspector: Hier können Sie Spur-Presets aus einem 
    Einblendmenü auswählen.
    Es sind dabei nur Spur-Presets für die ausgewählte Spurart verfügbar.
    im Inspector für Instrumentenspuren: Hier können Sie 
    Sounds aus Spur-Presets extrahieren.
    im Inspector und im Kanaleinstellungen-Fenster: Hier 
    können Sie Einstellungen für Insert-Effekte oder EQs aus 
    Spur-Presets extrahieren.
    Welche Möglichkeiten bietet SoundFrame?
    SoundFrame ermöglicht es Ihnen, alle Sounds von allen 
    Software- oder Hardware-Synthesizern über ein zentrales 
    Bedienfeld zu verwalten.
    Mit SoundFrame können Sie nach Sounds suchen. Da-
    bei haben Sie nicht nur die Möglichkeit, nach Instrumenten 
    zu suchen, sondern auch nach Attributen (Tags), z. B. Cate-
    gory, Type, Style, Character oder nach Spur-Presets, die in 
    der MediaBay verwaltet werden.
    SoundFrame beinhaltet mehr als 1000 Sounds, die Sie 
    sofort anwenden können und die bereits nach Attributen 
    sortiert sind. Mit Hilfe von Spur-Presets für Instrumenten-
    spuren können Sie Sounds sogar vorhören, bevor Sie sie 
    laden. Spur-Presets für Instrumentenspuren enthalten die 
    Einstellungen für die mitgelieferten VST-Instrumente und 
    werden in der MediaBay verwaltet.Mit SoundFrame können Sie Presets verwalten, die Sie 
    für VST-PlugIns erstellt haben. Diese können als VST-
    Presets in einer großen Effekt-Library in der MediaBay 
    sortiert und verwaltet werden. 
    						
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