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Land Rover Discovery Reparaturanleitung Band 1 Rover German Version Manual

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    of 1543
    							BREMSEN
    BESCHREIBUNG UND FUNKTIONSWEISE 70-7
    Bremsen gelöst
    Bei freigegebenem Bremspedal stellt der Kolben in der Steuerventilgruppe das Ventil so, daß die Unterdrucköffnung 
    geöffnet und die beiden Kammerpaare miteinander verbunden sind. Wenn der Motor läuft, wird Luft durch die 
    Unterdruckleitung und das Rückschlagventil abgesaugt, so daß ein Unterdruck in allen vier Kammern entsteht. Wenn 
    der Motor stoppt, schließt das Rückschlagventil, um den Unterdruck zu halten und, bei V8- Modellen, zu verhindern, 
    daß Kraftstoffdämpfe in den Bremskraftverstärker eintreten.  
    Querschnitt durch den Bremskraftverstärker - Bremsen gelöst
    1Rückschlagventil  
    2Gehäuse  
    3Membranen  
    4Nebenmembran  
    5Durchgangsschraube  
    6Ventilgehäuse  
    7Ventil  
    8Ventilfeder  
    9Eingangsstangenfeder  
    10Eingangsdruckstange  
    11Filter  
    12Faltenbalg  
    13Kolben  
    14Verhältnissegment  
    15Reaktionssegment  
    16Zwischenscheibe  
    17Hauptzylinder  
    18Rückholfeder  19Führungsrohr  
    20Ausgangsdruckstange  
    21Buchse  
    22Luftdrücke  
    aUnterdruck  
    bUmgebungstemperatur   
    						
    							BREMSEN
    70-8 BESCHREIBUNG UND FUNKTIONSWEISE
    Bremsen betätigt
    Wenn das Bremspedal betätigt wird, rücken Eingangsdruckstange und Kolben im Ventilgehäuse zunächst vorwärts. 
    Das Ventilgehäuse und die Ausgangsstange bewegen sich dann mit der Eingangsstange gegen den Widerstand der 
    Rückholfeder, um die Bremspedalkraft auf den Hauptzylinder zu übertragen.  
    Während der Anfangsbewegung des Kolbens bewegt sich das von der Ventilfeder unterstützte Ventil zusammen mit 
    dem Kolben und schließt die Unterdrucköffnung, um die Kammern hinter den Membranen von der Unterdruckquelle 
    zu isolieren. Die Weiterbewegung der Eingangsdruckstange rückt den Kolben vom Ventil ab und öffnet die 
    Lufteinlaßöffnung. Dadurch kann gedrosselte und gefilterte Umgebungsluft durch die Lufteinlaßöffnung strömen, so 
    daß Servodruck in den Kammern hinter den Membranen entsteht. Das auf die Membranen wirkende Druckgefälle 
    wird durch das Ventilgehäuse auf die Ausgangsdruckstange übertragen und verstärkt den vom Bremspedal 
    ausgehenden Druck. Die Membranen verstärken die Fußkraft im Verhältnis von 5,6 : 1. Das Servoverhältnis bleibt 
    bei zunehmender Fußkraft konstant, bis die Grenze der Servounterstützung erreicht wird, wenn der Servodruck und 
    der Umgebungsluftdruck ausgeglichen sind.  
    Bremsen liegen an
    Bei konstanter Fußkraft bewirken entgegengesetzte Drücke, daß das Reaktionssegment aus dem Verhältnissegment 
    austritt, das den Kolben gegen das Ventil schiebt, um die Lufteinlaßöffnung zu schließen. Dadurch wird eine weitere 
    Erhöhung des Servodrucks verhindert und die auf den Hauptzylinder wirkende Ausgangskraft stabilisiert.  
    Bremsen gelöst
    Wenn das Bremspedal freigegeben wird, führt die Eingangsstangenfeder die Eingangsstange und den Kolben im 
    Ventilgehäuse nach hinten zurück, um die Lufteinlaßöffnung zu schließen und die Unterdrucköffnung zu öffnen. Die 
    Luft in den Kammern hinter den Membranen wird daraufhin durch die Unterdrucköffnung und die Kammern vor den 
    Membranen evakuiert, um wieder einen Unterdruck in allen vier Kammern herzustellen. Gleichzeitig zieht die 
    Rückholfeder das Ventilgehäuse, die Membranen, Ausgangsstange und Eingangsstange in ihre Ausgangsstellungen 
    zurück.   
    						
    							BREMSEN
    BESCHREIBUNG UND FUNKTIONSWEISE 70-9
    Querschnitt durch den Bremskraftverstärker - Bremsen betätigt
    1Rückschlagventil  
    2Gehäuse  
    3Membranen  
    4Nebenmembran  
    5Durchgangsschraube  
    6Ventilgehäuse  
    7Ventil  
    8Ventilfeder  
    9Eingangsstangenfeder  
    10Eingangsdruckstange  
    11Filter  
    12Faltenbalg  
    13Kolben  
    14Verhältnissegment  
    15Reaktionssegment  
    16Zwischenscheibe  
    17Hauptzylinder  
    18Rückholfeder  
    19Führungsrohr  
    20Ausgangsdruckstange  
    21Buchse  
    22Luftdrücke  
    aUnterdruck  
    bUmgebungstemperatur  
    cBremskraftverstärker   
    						
    							BREMSEN
    70-10 BESCHREIBUNG UND FUNKTIONSWEISE
    Unterdruckpumpe (nur bei Dieselmotor)
    1Generator  
    2Unterdruckpumpe  
    3Unterdruckverbindung des 
    Bremskraftverstärkers  
    4Ölzulaufrohr  
    5Ölablaufrohr  
    Da das Luftansaugsystem des Dieselmotors nicht genug Unterdruck für den Bremskraftverstärker erzeugt, ist 
    zusätzlich eine vom Motor angetriebene Unterdruckpumpe vorgesehen.  
    Die Unterdruckpumpe ist mit dem Generator integriert und wird über einen Hilfsantriebsriemen angetrieben. 
    Geschmiert und gekühlt wird diese Flügelzellenpumpe durch Motoröl, das durch ein Rohr vom Motorblock kommt und 
    durch ein Rohr zur Motorölwanne zurückströmt. Die aus dem Bremskraftverstärker abgezogene Luft wird über den 
    Ölrücklauf in die Ölwanne geführt.   
    						
    							BREMSEN
    BESCHREIBUNG UND FUNKTIONSWEISE 70-11
    Hauptzylinder
    Querschnitt durch den Hauptzylinder
    1Fülldeckel des Vorratsbehälters  
    2Schalterschwimmer  
    3Bremsflüssigkeitsbehälter  
    4Primär-Nachlaufbohrung  
    5Anschlagstift  
    6Primärmittelventil  
    7Primärkolben  
    8Primärfeder  
    9Druckraum  
    10Zylinder  
    11Anschlagstift  
    12Sekundärmittelventil  
    13Sekundärfeder  
    14Druckraum  
    15Sekundärkolben  
    16Sekundär-Nachlaufbohrung  
    Der Hauptzylinder erzeugt Hydraulikdruck zur Betätigung der Bremsen, wenn das Bremspedal betätigt wird.   
    						
    							BREMSEN
    70-12 BESCHREIBUNG UND FUNKTIONSWEISE
    Die Baugruppe ist vorn am Bremskraftverstärker angeordnet und besteht aus einem Zylinder mit einem 
    Tandemkolben. Der hintere Kolben erzeugt Druck für den Primärkreis, und der vordere Kolben erzeugt Druck für den 
    Sekundärkreis. Oben auf dem Zylinder ist ein Bremsflüssigkeitsbehälter angeordnet. Der Behälter ist innen unterteilt, 
    um beide Bremskreise unabhängig voneinander zu versorgen und so zu vehinder, daß ein einzelnes Leck beide 
    Bremskreise unwirksam machen kann. Sollte einer der beiden Kreise ausfallen, bleibt der andere voll funktionsfähig, 
    wobei sich allerdings der Bremspedalweg und der Bremsweg des Fahrzeugs verlängern. Bei zu niedrigem 
    Flüssigkeitsstand im Vorratsbehälter schließt ein schwimmerbetätigter Flüssigkeitsstandschalter im Fülldeckel des 
    Vorratsbehälters einen Massepfad zum Instrumentenblock, so daß die Bremswarnleuchte aufleuchtet.  
    Bremsen betätigt
    Wenn das Bremspedal betätigt wird, schiebt die Ausgangsstange im Bremskraftverstärker den Primärkolben durch 
    die Zylinderbohrung. Dadurch entsteht ein Druck im Primärdruckraum, der in Verbindung mit der Primärfeder die 
    Sekundärfeder überwindet gleichzeitig den Sekundärkolben durch die Zylinderbohrung schiebt. Die 
    Anfangsbewegung beider Kolben führt dazu, daß sie von ihren Anschlagstiften gedrückt werden und sowohl das 
    Primär- als auch Sekundär-Mittelventil schließen. Jede weitere Kolbenbewegung setzt die Flüssigkeit in den Primär- 
    und Sekundärdruckräumen und damit die Bremskreise unter Druck. Die Flüssigkeit in den Kolbenringräumen bleibt 
    von der Kolbenbewegung unbeeinflußt und kann unbehindert durch die Nachlaufbohrungen zwischen den Räumen 
    und dem Behälter strömen.  
    Bremsen gelöst
    Wenn das Bremspedal freigegeben wird, drücken die Primär- und Sekundärfedern die Kolben durch die 
    Zylinderbohrung zurück. Durch die schnelle Kolbenbewegung entstehen Unterdrücke in den Druckräumen, so daß 
    die Mittelventile öffnen und Flüssigkeit unbehindert zwischen den beiden Hydraulikkreisen und dem Behälter 
    zirkulieren kann. Wenn der Kolben die Lösestellung erreicht, werden die Mittelventile von den Kolbenanschlägen 
    offen gehalten.   
    						
    							BREMSEN
    BESCHREIBUNG UND FUNKTIONSWEISE 70-13
    ABS-Modulator
    Schematische Darstellung des ABS-Modulators
    1Hauptzylinder/Bremskraftverstärker  
    2Bremspedal  
    3ABS-Modulator  
    4Wechselventilschalter  
    5Wechselventil  
    6Dämpferkammer  
    7Drossel  
    8Rückförderpumpe  
    9Rückschlagventil  
    10Druckspeicher  
    11Auslaßmagnetventil  
    12Einlaßmagnetventil  13Hinterradbremse  
    14Vorderradbremse   
    						
    							BREMSEN
    70-14 BESCHREIBUNG UND FUNKTIONSWEISE
    Der ABS-Modulator steuert im Rahmen des 4-Kanal-Systems den Bremsdruck unter Beachtung der Eingänge vom 
    SLABS- Steuergerät. Der Modulator ist mit drei Lagerungsbuchsen an einem Halter am Innenkotflügel links vorn 
    befestigt und hinter dem Hauptzylinder an die Primär- und Sekundärbremskreise angeschlossen. Drei elektrische 
    Steckverbinder verbinden den ABS- Modulator mit dem Bordnetz.  
    Innenkanäle im ABS-Modulator, in die Primär- und Sekundärkreise unterteilt sind, sorgen für die Verbindung mit den 
    Bauteilen, die den Bremsdruck auf die einzelnen Räder übertragen:  
    Wechselventile und Rückschlagventile regulieren die interne Strömung.  
    Wechselventilschalter, die mit dem SLABS-Steuergerät in Reihe geschaltet sind, liefern Ein/Aus-Bremssignale.  
    Jeder Kreis weist zur Kultivierung der Systemleistung eine Dämpferkammer und Drossel auf.  
    Ein- und Auslaßmagnetventile steuern den Flüssigkeitsstrom zu den Bremsen.  
    Ein Druckspeicher in jedem Kreis fängt Überdruckeffekte auf.  
    Außerdem weist jeder Kreis eine Rückförderpumpe auf.  
    Der ABS-Modulator hat drei Betriebsphasen: Normales Bremsen, ABS-Bremsen und Aktives Bremsen.  
    Normales Bremsen
    Wenn das Bremspedal betätigt wird, bewirkt die Druckflüssigkeit vom Hauptzylinder, daß die Wechselventile die 
    Leitungen A öffnen und die Wechselventilschalter schließen. Druckflüssigkeit strömt dann durch die offenen 
    Einlaßmagnetventile und wirkt auf die Bremsen. Die geschlossenen Wechselventilschalter melden dem SLABS-
    Steuergerät, daß die Bremsen angelegt sind. Wenn das SLABS-Steuergerät die Aktivierung der EBD-Funktion für 
    erforderlich hält, steuert es die Einlaßmagnetventile für die Bremsen an einer Achse an. Die Einlaßmagnetventile 
    schließen, um den weiteren Druckaufbau an den Bremsen zu verhindern.  
    ABS-Bremsen
    Wenn das SLABS-Steuergerät beim normalen Bremsen feststellt, daß die ABS-Funktion erforderlich ist, steuert es 
    die Ein- und Auslaßmagnetventile der betreffenden Bremse an und startet die Rückförderpumpe. Das 
    Einlaßmagnetventil schließt, um die Bremse von der Druckflüssigkeit zu isolieren; das Auslaßmagnetventil öffnet, um 
    Druck von der Bremse in den Druckspeicher und den Rückförderpumpenkreis abzulassen. Die Bremse gibt nach, und 
    das Rad läuft schneller. Das SLABS- Steuergerät steuert nun die Ein- und Auslaßmagnetventile an, um den auf die 
    Bremse wirkenden Hydraulikdruck zu regulieren und die Bremswirkung zu maximieren (je nach Traktion), ohne das 
    Rad blockieren zu lassen.  
    Aktives Bremsen
    Wenn die Antriebsschlupfregelung oder Hangabfahrthilfe aktiviert sind und das SLABS-Steuergerät feststellt, daß ein 
    aktives Bremsen erforderlich ist, startet es die Rückförderpumpe. Hydraulikflüssigkeit, die aus den Behältern durch 
    den Hauptzylinder, die Wechselventile und die Leitungen B abgezogen worden ist, wird durch die Rückförderpumpe 
    unter Druck gesetzt und den Leitungen A zugeführt. Das SLABS-Steuergerät betätigt dann die Ein- und 
    Auslaßmagnetventile, um den Hydraulikdruck für die einzelnen Bremsen zu regulieren und die Räder zu bremsen.   
    						
    							BREMSEN
    BESCHREIBUNG UND FUNKTIONSWEISE 70-15
    Vorderradbremsen
    1Sattelgehäuse  
    2Entlüftungsschraube  
    3Entlüftungsschraubenkappe  
    4Kolbendichtung  
    5Kolben  
    6Kolbenstaubschutz  
    7Bremsbelag  
    8Sattelträger  
    9Bremsscheibe  
    10Spritzschutz  
    11Führungsstiftschraube  
    12Führungsstift  
    13Führungsstiftstaubschutz  
    Die Vorderradbremsen bestehen aus einem achsschenkelmontierten Zweikolbensattel mit innenbelüfteter 
    Bremsscheibe. Auf der Innenseite wird die Scheibe durch einen Spritzschutz abgedeckt.  
    Wenn der Sattel hydraulisch beaufschlagt wird, rücken die Kolben aus und pressen den Innenbelag an die Scheibe. 
    Das Sattelgehäuse reagiert und gleitet über die Führungsstifte, um den Außenbelag mit der Scheibe in Kontakt zu 
    bringen.   
    						
    							BREMSEN
    70-16 BESCHREIBUNG UND FUNKTIONSWEISE
    Hinterradbremsen
    1Spritzschutz  
    2Bremsscheibe  
    3Sattelträger  
    4Bremsbelag  
    5Kolbenstaubschutz  
    6Kolben  
    7Kolbendichtung  
    8Sattelgehäuse  
    9Entlüftungsschraube  
    10Entlüftungsschraubenkappe  
    11Führungsstiftstaubschutz  
    12Führungsstiftschraube  
    13Führungsstift  
    Die Hinterradbremsen bestehen aus einem radträgermontierten Einkolbensattel mit massiver Bremsscheibe. Auf der 
    Innenseite wird die Scheibe durch einen Spritzschutz abgedeckt.  
    Wenn der Sattel hydraulisch beaufschlagt wird, rückt der Kolben aus und preßt den Innenbelag an die Scheibe. Das 
    Sattelgehäuse reagiert und gleitet über die Führungsstifte, um den Außenbelag mit der Scheibe in Kontakt zu bringen.   
    						
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